Neben der Alltagsarbeit im Verein, versuchen wir in jedem Jahr ein Thema von Vorstandsseite besonders in den Focus zu rücken.
Wie bereits im Jahresanschreiben kurz aufgegriffen, haben wir uns in diesem Jahr für das Thema Nachhaltigkeit entschieden.
Hierbei ist es wichtig zu verstehen, dass dieses Thema zwei Seiten hat. Neben der Notwendigkeit Ressourcen zu schonen und damit Natur und Umwelt zu schonen, gibt es noch einen anderen Aspekt. Wenn wir Ressourcen schonen, schont das auch unseren Geldbeutel.

drei Bäume

Wir haben uns unter der Überschrift „3 Bäume für die Nachhaltigkeit“ für diese drei konkreten Projekte entschieden, die wir nach und nach in den nächsten Monaten aufgreifen.


1. Kompost aus dem eigenen Garten

Nun wollen wir von Vorstandsseite nicht nur die Pächter aktivieren, sondern auch selbst jedes dieser Projekte aktiv unterstützen. Wie sieht das konkret aus?
Wir werden zu jedem Einzelprojekt einen Ausgangspunkt und ein Ziel formulieren.

Sobald das Ziel erreicht wird, wollen wir als sichtbares Zeichen dafür sorgen, dass in der Mitte des inneren Parkplatzes ein Baum gepflanzt wird, erste Gespräche mit der
Stadt Köln laufen. Die Parkplatzfläche an sich soll erhalten bleiben. Wir hoffen, so für alle auf Dauer ein sichtbares Zeichen zu setzen und die bisher karge, gelegentlich von Autos zum Parken genutzte Fläche auf Dauer zu beschatten.

Gleichzeitig schaffen wir es, große Bäume in der Anlage anzupflanzen, Wasser im Boden zu halten, die Verdunstung einzuschränken und die Staubbelastung für die angrenzenden Gärten zu minimieren.
Nun zu unserem ersten konkreten Projekt

1. Kompost aus dem eigenen Garten

Natürlich haben wir alle schon längst begriffen, dass das Leben ein großer Kreislauf ist. Wenn man an einer Stelle etwas rausnimmt, wird es am Ende fehlen und abseits vom Kreislauf bildet sich ein Haufen, der da nicht hingehört. Haben wir das wirklich verstanden?

Wenn ich an die ein oder andere Stelle in und um unsere Gartenanlage sehe, muss ich feststellen, dass das nicht so ist.

Sie ahnen es schon, es geht um das Problem Müll. Ganz konkret hat uns die Stadt Köln aufgefordert an einem Garten Grünschnitt zu entsorgen, der über Jahre an dieser Stelle abgelegt wurde. Wir haben den Pächter, die Pächterin aufgefordert den Müll zu entsorgen, da die Rechnung der Fremdfirma, die zur Entsorgung beauftragt wird, sonst an den Verein geht. Einige von Ihnen werden nun denken, sollen Sie doch, der Verein muss es ja nicht zahlen die Grünstreifen gehören ja nicht zur Kleingartenanlage. In der Gartenordnung ist es nach §5 Abs. 3 verboten, Müll jeglicher Art in den angrenzenden Grünflächen abzulegen. Der Verein trägt dafür die Kosten zur Beseitigung. Wir befinden uns in Gesprächen mit der Stadt. Zur Wahrheit gehört aber auch, die Stadt hat uns eine Müllkarte mit Stellen, wo rund um die Anlage illegal entsorgt wurde, zukommen lassen. Besonders betroffen sind der Zaunkönigweg, die ehemalige HGK Linie, Geisbergstr. und der Unterer Komarweg.

Die Entsorgung aus dem Garten 325 an der Luxemburgerstr. hat mit allen Entsorgungs- Lohn und Lohnnebenkosten ca. 2.000€ gekostet. Dies sind fast 5 Euro pro Pächter. Die Kosten für die Müllentsorgung der Müllkarte schätzen wir auf ca. 8.000 bis 10.000€, ca. 20 Euro pro Garten.

Was kann jeder Einzelne von uns mit Blick in Richtung Nachhaltigkeit tun?

Bereits in der Gartenordnung § 5 Abs 1 ist ein Schlüssel zur Lösung beschrieben. Hier wird jeder Pächter verpflichtet einen Komposter im Garten aufzustellen und dort seinen Grünschnitt zu kompostieren. Unsere Pächterin Frau Maiwald hat sich schon bereits vor Jahren mit dem Thema kompostieren sehr intensiv beschäftigt. Ich habe Sie vor zwei Jahren deshalb in ihrem Garten besucht und sie hat mich direkt überzeugt. Wir haben mit ihr zusammen ein Video gedreht, um einen Start in die Welt des Kompost zu bekommen. Dort erklärt sie Euch wie einfach es ist zu kompostieren, worauf man achten muss und was Tomaten mit Kompost zu tun haben.

Ich bin seit diesem Zeitpunkt vom Kompostieren absolut überzeugt, da ich mir viele Wege zur Abfallsammelstelle sparen kann. Das spart viel Geld und spart Ressourcen, kein Benzin zur Entsorgungsstation, kein CO2, kein Geld für Dünger, keine Entsorgungskosten und Toröffnungen für den Verein.

Einmal angefangen, gibt es auch noch das Kompostieren für Fortgeschrittene. Hierbei wird Biomüll von zu Hause in einem Bokashi- Eimer kompostiert. Bei Interesse einfach mal im Internet nachsehen.

Wichtig ist es anzufangen und zu erkennen, jedes organische Material was in unserer Gartenanlage kompostiert wird, schließt den Kreislauf, ist nachhaltig und reduziert die Kosten für jeden selbst und den Verein und es entstehen keine Haufen außerhalb des Kreislaufs in den Grünflächen rund um die Gartenanlage.

Bitte achtet bei der Anschaffung von Kompostern auf nachhaltige Materialien zu setzen. Da kompostieren ein langfristiger Vorgang ist, werden sich auch Verwitterung und Abrieb am Material einstellen. Bei Kunststoffbehältern entsteht so auf Dauer zusätzliches Microplastik in den Gärten, dass in die Böden eingearbeitet wird. Von Vorstandsseite mobilisieren wir mit der Herbstwasseraktion unser Gartenbegehungsteam um ein Kompostregister in unserer Gartenanlage anzulegen.

Im Register werden wir die Gärten mit Komposter vermerken, um einen Ausgangswert zu ermitteln. Gezählt werden Kompoststellen im eigenen Garten von mindestens 2 qm, die regelmäßig genutzt werden. Jeweils zur Frühjahreswasseraktion werden wir dann die Veränderungen prüfen. Ziel ist es, eine Steigerung pro Jahr von 10% zu erreichen, so dass nach und nach 95% der anfallenden Biomasse in unserer Kleingartenanlage verbleibt.

Natürlich wollen wir Euch einen Anreiz geben mit dem kompostieren anzufangen. Deshalb werden wir uns bemühen nach Zustimmung der Stadt bei jeder Steigerung von 10% einen Baum der Nachhaltigkeit auf dem inneren Parkplatz zu pflanzen.